Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, eine starke Frau

Wir wollen unseren Blog nützen, um die Arbeit von Frauen herauszustreichen, die der Gesellschaft wertvolle Impulse geben. Den Anfang machen wir mit Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, die ich bei einem Vortrag am 8. März kennenlernen durfte. Auf Einladung des Familiennetzwerks stellte sie ihre Arbeit vor und sprach über ihre Sorge um die Zukunftsgeneration. Zu Beginn schilderte die vierfache Mutter, wie der Gegensatz zwischen den berührenden Erlebnissen bei ihrer Tätigkeit als Geburtshelferin einerseits und ihrer Konfrontation als Psychotherapeutin mit Jugendlichen, die teilweise seelisch am Ende sind, andererseits sie dazu bewegt hat, ihr Leben von Grund auf neu zu strukturieren. Die Erfahrung, was in einigen Fällen kaum 15 Jahre nach dem „magischen Moment“ einer Geburt steht, ließ sie ihre bisherige Arbeit als ungenügend empfinden und veranlasste sie letztlich dazu, die ARGE Erziehungsberatung und Fortbildung GmbH ins Leben zu rufen.

Bei der Vorstellung ihrer zahlreichen Fortbildungsangebote ging sie vor allem auf die noch recht neuen Babysitterkurse für Jugendliche ein, die sie in Zukunft in Schulen anbieten möchte. Diese Kurse setzen sich zum Ziel, jungen Menschen die Berührungsängste gegenüber den Themen Familie und Kinder zu nehmen. Zusätzlich sollen sie ausgleichen, dass heutzutage viele Jugendliche als Einzelkinder gar nicht mehr die Chance haben, den Umgang mit Kindern wie etwa jüngeren Geschwistern zu erleben und zu lernen.

Dr. Leibovici-Mühlbergers Unternehmen beschäftigt sich auch mit Forschung zu sozialpädagogischen Themen. Eine Studie zur Trennungs- und Scheidungsbegleitung zeigt, dass knapp die Hälfte aller Geschiedenen ihre Scheidung im Nachhinein als Fehler ansieht. Dieser Studie werden wir in absehbarer Zeit einen eigenen Beitrag widmen.

Auch eine Untersuchung zum Thema Jugend und Alkohol brachte für sie erstaunliche Ergebnisse hervor. So lautet der Konsens unter den befragten Jugendlichen, dass die allgemeine Haltung der Gesellschaft gegenüber Alkoholkonsum von unter 18-Jährigen als „äußerst tolerant“ angesehen wird – in Anbetracht von Studien, die zeigen, welchen potenziellen Schaden schon ein vergleichsweise geringer Konsum von Alkohol in jungem Alter haben kann, eine besorgniserregende Tatsache.

Frau Dr. Leibovici-Mühlberger vermittelt einen überaus kompetenten Eindruck in Erziehungsfragen, ohne dabei belehrend zu wirken. Wenn unsere Leserinnen eine Gelegenheit haben, einen Vortrag von ihr zu hören, sollten sie diese nützen!

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2 Responses to Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, eine starke Frau

  1. hsv says:

    Wie wichtig diese Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in diesem Sinne, wie es anscheinend Frau Dr. Leibovici-Mühlberger macht, ist, zeigen Beiträge, die man vor 2 Tagen inden Medien lesen und hören konnte: Lehrer wissen sich nicht mehr zu helfen, weil sie immer mehr Erziehungsarbeit leisten müssen. Sie bestrafen Schüler “wie in den 70er Jahren” (Winkelstehen, vor die Klasse schicken, nachsitzen…), werden deswegen natürlich schärfstens von unseren Gutmenschen kritisiert. Nun soll ein Kodex ausgearbeitet werden, wie Lehrer mit schwierigen Schülern umgehen dürfen, mehr Schulpsychologen werden gefordert. Man sieht, welch gravierende Folgekosten es hat, wenn die Erziehungsarbeit dank der linken Frauen- und Familienpolitik nicht mehr in der Familie durch die Eltern geschehen kann. (Abgesehen von den Schwierigkeiten für die Betroffenen auf allen Seiten – Schüler, Lehrer, Eltern!)